Museen in Serbien

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Dositej-und –Vuk-Museum (Strasse Gospodar Jevremova Nr. 21):
Das im 18. Jahrhundert errichtete Wohngebäude (typisch türkisch Zweiteilung in Haremlik mit den Frauengemächern und Selamlik für die Männer und Gäste) beherbergte ab 1806 das erste Belgrader Gymnasium, gegründet von Kardjordje und an serbischen Schriftsteller Foto Dositej Obradovic (1742-1811) geleitet wurden. Der serbische Gelehrte Vuk Karadzic (1787-1864) besuchte dieses Lyzeum; er schuf die moderne serbokroatische Schriftsprache und Grammatik, sammelte und veröffentliche Heldenlieder, Sprichwörter usw. Diesen beiden für das serbische Nationalbewusstsein wichtige Männer und ihrer Zeit ist das Museum gewidmet.

Nationalmuseum / Narodni muzej (Trg Republike):
Gegründet 1844, und nach dem Zweiten Weltkrieg im ehemaligen Gebäude der Fondverwaltung untergebracht. Dieses stammt von 1903 und geht auf die Architekten Andrea Stevanovic und Nikola Nestorovic zurück. Der rechteckige Palast verfügt über ein überdachtes Atrium. Die Fassaden sind in zwei Zonen gegliedert: An der Stirnseite befinden sich drei blinde Kuppeln. Di Front zur Strasse weist Karyatiden auf, die das Gebälk tragen, sie gehen auf den grossen Bildhauer Ivan Mestrovic zurück. Der äusserst kostbare Bestand vermittelt einen Überblick über die Kulturen auf serbischem Boden von der vorgeschichtlichen Zeit bis zum 18 Jahrhundert. Die Gemäldegalerie besteht aus Exponate europäischer und serbischer Malerei von 18. Bis 20. Jahrhundert. Hauptsächlich chronologisch geordneter Abteilung der Vorgeschichte sind Fundstücke aus dem gesamten ehemaligen Jugoslawien vertreten.
Hervorzuheben sind die Fundstücke der Ausgrabungsstätten Vinca-Kultu (bis ca. 6000 vor Christ unweit Belgrad) und Plocnik (bei Prokuplje), darunter Gefässen, Statuetten, aber auch Werkzeuge.
Eines der beiden in Duplja bei Vrsac (braunet Ton, Mitte 2. Jahrtausend vor Christ) gefunden Wägelchen der Bronzezeit wird hier aufbewahrt. In der Antikenabteilung werden Fundstücke der Illyrer, der Ureinwohner des heutigen Serbien, ausgestellt. Abteilung antiker Kunst: reiche, griechische Kunst beeinflusste Grabbeigaben der Fürstengräber Trebeniste bei Ohrid (Mazedonia) und Novi Pazar.
Antike Marmorkopie Phidias' Athena Parthenos (aus Heraclea Lyncestis). Hellenistische Gegenstände aus dem Antiken Stobi, römische Funde, zum Beispiel Bronzekopf von Konstantin Gros aus Nis. Das Mittelalter ist mit Preziosen von 7. Bis 17. Jahrhundert vertreten. Keramik der neolithischen Starcevo-Kultur (bis ca. 2800 vor Christ) gefunden sie auf Erdgeschoss Museen. Unter den Handschiften ist das Miroslav-Evangeliar als ältestes erhaltenes serbisches Buch zu erwähnen. Es entstand im Auftrag des Fürsten Miroslav von Hum, eines Bruders Stefan Nemanjas, zwischen 1180 und 1190 im Skriptorium von Kotor oder Dubrovnik. Es ist auf Pergament geschrieben und mit 296 Miniaturen und Initialen geschmückt. Im Jahr 2005 wurde die kostbare Handschrift in die Liste des Weltdokumentenerbes der UNESCO aufgenommen. Im 1. Stock die Abteilungen Völkerwanderungszeit:
Freskenfragmente und Kopien aus serbischen Klöstern, Bauplastikabgüsse und Fotos, Skulpturen, Ikonen, Schmuck, Münzen aus Sopocani, Mileseva und Studenica. Glücklicherweise wurden auch die letzen Fresken der Kirche Djurdjevi Stupovi (bei Novi Pazar) hierher gerettet. Sie stamen von 1168 und gehen vermutlich auf Meister aus Konstantinopel zurück. Dürfen Ikonen nicht fehlen: Das ist eine Muttergottes Geburt aus Sisatovac (Kloster von Fruska Gora) zu sehen, eine Deesis aus dem 16. Jahrhundert: der thronende Christus mit Johannes dem Täufer. Eine andere zeigt ökumenische Kozil, sie entstand im 17. Jahrhundert in Pec. Im graphische Abteilung ausserdem sakrale Malerei von 14. bis 19. Jahrhundert gefunden auch Sammlung serbische Malerei des 18. und 19. Jahrhundert zum kennenlernen. Eine grossen Teil europäischen Sammlung Grafik (16.-20. Jahhundert: Rembrandt, Renoir, Degas, Picasso, Chagall) und Malerei (14.-20. Jahrhundert: Paolo Veneziano, Carpaccio Rubens, Corot, Renoir, Degas, Picasso, van Gogh, Corinth, Pissarro, Matisse, Mondrian) sind der Sammele in den schafft des Prinzregenten Pavle Karadjordjevic zu verdanken.
Leider sind alle Schätze auf immer noch unbestimmte Zeit nicht zu sehen, weil das Museum seit Jahren einer grundlegenden Renovierung unterzogen wird und niemand genau sagen kann, wann es wieder eröffnet werden soll.

FotoEthnographisches Museum / Etnografski muzej ( Staudentski trg):
1853 gegründet, beherbergt es eine grosse Sammlung an Kleidungs und Schmuckstücken sowie Trachten aus dem gesamten ehemaligen Jugoslawien mit zahlreichen interessanten Zeugnissen der Volkskunst. Ihm angeschlossen ist das sehenswerte Manakhaus mit der bedeutenden Hristofor Crnilovic Sammlung.

Freskengalerie / Galerija fresaka (Cara Urosa strasse Nr. 20):
Neben Abgüssen Skulpturen befinden sich hier gute Kopien, Fresken der wichtigsten serbischen Klöster.

Museum für Moderne Kunst / Muzej savremene umetnosti ( in Novi Beograd im Park der neuen Sava-Brücke):
Skulpturen und Gemälde der serbischen Moderne seit Beginn unseres Jahrhunderts.

Museum der serbisch-orthodoxen Kirche (im Gebäude des Patriarchats, 7. Jula Strasse Nr.5):
Ikonen, Handschriften, Reliquiare, Textilien des 14. bis 19. Jahrhundert, hauptsächlich aus dem Fruska - Gora Gebiet und aus Kroatien.

Städtisch Museum (Zmaj Jovina Strasse Nr. 1):
Zahlreiche Zeugnisse zur Stadtgeschichte seit den frühesten Siedlungen und interessant sind die Stiche mit alten Ansichten.

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