Sehenswürdigkeiten

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Cafe Fragezeichen »?«/ »Kafana? «,(Strasse Kralja Petra I 6)

Foto Das älteste Belgrader Cafehaus, als Eigentum des Fürsten Milos Obrenovic erbaut 1823, schenkte dieser seinem Handelskonsul Naum Icko. "Baumeister aus Griechenland" errichteten es im Balkanstil. Im Erdgeschoss eröffnete schon 1826 Ecim-Toma Kostic, der Schwiegersohn von Naum Icko und berühmter Wundarzt aus dem Zweiten Serbischen Aufstand (er heilte auch Fürst Milos), ein Caféhaus, genannt "Ecim-Tomina". Nach 1879, verwandelt, als die Erben es verkauften, wechselte es Herren und Bezeichnungen. 1878 hiess es zunächst " Zum Hirten " (Kod pastira), und 1892 " Zur Kathedrale" (Kod Saborne crkve) . Dieses Firmenschild wurde allerdings sofort entfernt, weil es weder den für Wirtshäuser (Mehane) geltenden Bestimmungen noch den Kirchenbehörden entsprach. Als Übergangslösung brachte der Inhaber nur ein Fragezeichen an, das auch heute noch geblieben ist. In diesem Café verkehrte 1830-1831 Vuk Karadzic. Hier befand sich 1834 das erste Billard in Belgrad und im gleichen Jahr war es auch der erste Leseraum der " Serbische Zeitung " (Srpske novine).

Nationaltheater / Narodno pozoriste (Platz Trg Republike 2)

Foto Erbaut 1868-1869 nach Plänen des Architekten Aleksandar Bugarski, eines der erfolgreichsten Bauherren Belgrads im 19. Jh., in dem auch Belgrader Oper untergebracht ist. Den Beschluss, ein separates Theatergebäude zu errichten, fasste Fürst Mihailo Obrenovic. Der Bau entspricht dem allgemeinen Typ der Theaterhäuser jener Zeit, besonders dem Gebäude der Mailänder Skala, deren Renaissance-Konzeption und dekorative Bearbeitung übernommen wurde. Spätere Renovierungen veränderten das ursprüngliche Aussehen von Grund auf. Umfangreiche Rekonstruktionen erfolgten 1986, als das Theater das Aussehen von 1922 wieder erlangte und Umbauten an der Strasse Brace Jugovica vorgenommen wurden. Im 19. Jh. wurde der Saal ausser für Theateraufführungen auch für Wohltätigkeitsbälle und Konzerte benutzt. Die grosse verfassungsgebende Versammlung nahm hier die bekannte Verfassung von 1888 an. Es war das einzige professionelle Theater bis zum Jahr 1940.
Eine kleine Grünanlage am Republikplatz lädt zum Verweilen ein. Da vor steht ein Denkmal von Branislav Nusic, geboren in 1846 in Smederevo, hatte in Graz und Belgrad Jura studiert, war Diplomat und Später Leiter des Nationaltheaters. Ihm verdankt Serbien grosse Komödien. Mitte des Platzes nimmt das Reiterdenkmal des Mihajlo Obrenovic ein. Das bronzene Reiterbild wurde vom Florentiner Bildhauer Enrico Pazzi 1882 geschaffen.

Prinz Michael-Strasse / Knez Mihailova Ulica

Hierbei handelt es sich um eine Fussgängerzone und Einkaufsstrasse, die zu den schönsten Osteuropas gezählt wird. Sie ist als eine der ältesten und bedeutendsten Komplexe der Stadt geschützt. Viele wundervolle und repräsentative Bauwerke liegen an ihr entlang und verleihen der Strasse den Charakter des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Zu den wichtigsten Gebäuden, die sich hier anordnen, gehören die Serbische Akademie für Wissenschaft und Kunst (SANU), das Instituto Cervantes, das Goethe-Institut, das Centre Culturel Français und das British Council. Leben in der Stadt ist konzentriert auf der Platz der Republik, den Terazije und rund um die Fussgängerzone, die Knez Mihajlova Strasse benannt nach Fürst Mihajlo Obrenovic, dem dritten serbischen Fürsten. Die über einen Kilometer lange Fussgängerzone reicht vom Kalemegdan bis zum Platz der Republik. Der Dichter Momo Kapor hat ihr in seinem Roman „Die Foliranten“ von 1974 ein Denkmal gesetzt. Auf diesem wahren Corso reihen sich zahlreiche Gebäude aus dem 19. Und 20. Jahrhundert aneinander.

Foto Skadarlija („Skadarska“)
Skadarlija ist der Name einer Strasse, etwas 300 m Lang (zwischen Strasse Cetinska und Skadarska). Im Osten der Altstadt befindet sich diese Fussgängerstrasse, die einen Hauch davon ahnen lässt, wie Belgard im 19. und im frühen 20. Jahrhundert ausgesehen haben muss. Unzählige Restaurants und Pubs, Musikcafés, Galerien. Die wenige hundert Meter östlich des Republik platze beginnt Skadarlija. Es ist nicht ganz leicht, den Anfang der Skadarlija zu finden, weil der Zugang nicht direkt vom Republikplatz möglich ist. Die Strasse besteht aus Kopfsteinpflaster und hat - als einzige in Belgrad - den richtigen Charme einer Altstadt.

PROFANBAUTEN:

Foto Festung Kalemegdan
Der schon in neolithischer Zeit bewohnte Hügel trug eine keltische Befestigung, das römische Castrum und die byzantinische Zitadelle. Immer wieder wurde die Burg von den Eroberern ausgebaut und modernisiert, um den aufkommenden Feuerwaffen standhalten zu können. Der österreichische Neubau (seit 1717) nach den Richtlinien des französisch Festungsbaumeisters Vauban wurde von den wiedergekehrten Türken nur geringfügig verändert. Heute liegt die grosse Anlage in einem „Park“ und archäologischen und kunsthistorisches Komplex Belgrads. Diese Festungsanlage Osmanen geteilt mit einer Ober und einer Unterstadt. Von der Uzun Mirkova Strasse aus durch den Park zum Stambol-Tor I im Vorwerk (von hier führte die Heeresstrasse nach Konstantinopel). Links das Karadjordje-Tor, durch das der Befreiungskämpfer Karadjordje 1806 in die Festung einzog.

Das Stambol-Tor II führt zur Oberen Burg (Gornji grad), in der Westen-Bastion befindet sich das Militärmuseum (Vojni muzej). Der achteckige Sahatkula mit barocker Zweibelhaube (Uhrturm) wurde in den 18. Jahrhundert über einer Mauer des 17.Jahrhundert von den Österreichern errichtet. In dem kleinen, achteckigen Mausoleum (Damad Ali-Pasino turbe) liegt der türkischer Grosswesir Damad Ali-Pascha begraben, der 1716 bei Peterwardein fiel.
Riesiges Siegermonument (1928) des bedeutenden Bildhauers.
Mestrovic mit dem falkentragenden Siegesboten auf dorischer Säule. In der Nähe der sogenannte römisch Brunnen (Rimski Bunar), mit 35 Meter tiefem Treppe, welche zur Quelle hinab führt. Beim Defterdar-Tor (Dzefterdareva kapija) ein türkisches Brunnen des 16. Jahrhundert - Aus der Zeit des Despoten Sthepan Lazarevic stammt das Dizdar-Tor (Anfang 15 Jahrhundert), das Älteste der Festung, mit mittelalterlicher Mauer auf römischen Fundament.
Das Gefängnistor (Zidana kapija) aus dem 15. Jahrhundert ist von 2 imposanten Rundtürmen flankiert, in denen sich berüchtigte Kerker befanden. In der Nähe das Leopoldstor des 17./18 Jahrhundert; links der Jaksic-Turm (15 Jahrhundert). – Etwas weiter unten die Ruzica-Kirche, des ehemalig Pulvermagazin aus dem 18. Jahrhundert (nach 1867 in die Garnisonskirche verwandelt), und die Kirche Sv. Petka, über wundertätiger Quelle im 18. Jahrhundert erbaut (Neubauten 1867 und 1938). Der Weg steigt zur Unteren Burg ab (Donji grad). Hier sind untern anderem bemerkenswert das barocke Prinz-Eugen-Tor (Kapija Evgenija Savojskog; auch »Tor Karls VI.«genannt), das nach 1717 von den siegreichen Österreichern erbaut wurde; das Vidin-Tor und der oktogonale Mittelalterliche Nebojsa-Turm (»Fürchtet nichts!«), dessen obere Teile im 18. Jahrhundert verändert wurden. Er sicherte den ehemaligen Donauhafen (jetzt zugeschüttet).

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